Persönlichkeitsstörungen

Persönlichkeitsstörungen - Ein Sturm zieht auf über einen grünen Ebene.

„Unser größter Ruhm ist nicht, niemals zu fallen, sondern jedes Mal wieder aufzustehen.“

(Nelson Mandela)

Verhaltensmuster bei Persönlichkeitsstörungen

Allen Persönlichkeitsstörungen gemein ist ein tief verwurzeltes dysfunktionales Verhaltensmuster, welches schon früh im Leben, meist in der Kindheit, seinen Ursprung hatte. Die Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen wurde in den meisten Fällen durch anhaltende ungünstige Umgebungs- und Lebensbedingungen stark beeinflusst. In Folge dessen bildeten sich im Laufe des Lebens recht starre und wenig flexible Verhaltensweisen heraus. Unter ihnen leidet nicht nur betroffene Mensch selbst, sondern häufig auch sein Umfeld. 

Natürlich ist nicht jedes Persönlichkeitsmerkmal, das jemand zeigt – z.B. unsicher, zwanghaft, dramatisch, exzentrisch, aggressiv – gleich Merkmal einer Persönlichkeitsstörung. Sobald jedoch die persönliche Lebensführung und Teilhabe am beruflichen und sozialen Leben eines Menschen durch bestimmte wiederkehrende Verhaltensweisen massiv beeinträchtigt ist, sollte einer Abklärung der Symptomatik Aufmerksamkeit gewidmet werden. 

Persönlichkeitsstörungen in drei Cluster unterteilt (A, B, C). 

Zum Cluster A zählen Persönlichkeiten, die allgemein als sonderbar und exzentrisch angesehen werden. Hierzu zählen die schizoide, schizotypische und paranoide Persönlichkeitsstörung

Zum Cluster B zählen besonders dramatisch und emotional-instabile Persönlichkeiten wie die Borderline, die histrionische, die narzistische oder die antisoziale Persönlichkeit

Zum Cluster C fasst man die ängstlich-vermeidenden und unsicher erscheinenden Persönlichkeiten zusammen. Zu ihnen zählen die vermeidende, die dependente, die zwanghafte und die passiv-aggressive Persönlichkeitsstörung. 

Aufgrund der langen Entstehungsgeschichte und Chronifizierung einer Persönlichkeitsstörung ist ein schneller Therapieerfolg im Allgemeinen recht unwahrscheinlich. Häufig kommen zudem begleitende (komorbide) psychische Erkrankungen, wie bspw. Sucht- oder Essstörungen, sowie affektive Störungen hinzu, die das therapeutische Vorgehen erschweren können. 

In vielen Fällen kann mit einer psychotherapeutischen Behandlung jedoch langfristig eine deutliche Besserung der Symptomatik erzielt werden.

Hier finden Sie nähere Informationen zur medizinischen Klassifizierung von Persönlichkeitsstörungen.